Mr Heiß zum 3.

Mr Heiß hatte ja bereits vor einiger Zeit wieder geschrieben und gefragt, ob wir uns demnächst nochmal treffen könnten. Ich stimmte zu, ohne einen konkreten Vorschlag zu machen. Soll er sich doch mit was melden. Und das hat er auch. Am Mittag kam ein vorsichtiges „ich wollte fragen, ob du heute abend vorbei kommen willst…“ Hmm…will ich das? Ich hatte mich gerade geduscht und wollte mich mit schnulzigen Weihnachtsfilmen ins Bett verziehen. Draußen war es kalt und ungemütlich. Ich müsste ewig Bahn fahren. Andererseits Mr Heiß…Also stimmte ich zu und wollte auch direkt wissen, auf was er denn so Lust hat. „Ich hätte schon noch mal Lust auf Analsex“ … war Mr Heiß nicht der mit dem Riesending? Aber ja, ausprobieren konnte man ja. Wir hatten uns für den Abend verabredet und er wollte mich vom Bahnhof abholen. Nicht mit dem Bus. Mit dem anderen Auto.

Ich kam an einem fremden Bahnhof an. Da habe ich ja meistens erstmal den Drang mich zu verlaufen und in direkt in die falsche Richtung zu gehen. Er wollte im Auto warten, weil man direkt an der Straße parken musste. Zwei Autos standen zur Auswahl und in das eine konnte man nur reingucken, wenn man sich direkt davor beugt und reinschaut. Ich entschied mich aber mal dafür, die Tür aufzureißen und dann genauer hinzugucken. Hätte peinlich enden können, aber ein „ja, das ist das richtige Auto“ einer vertrauten Stimme kam mir entgegen. Und dann saß er da in seinem schicken Zweisitzer. Der Typ ist Mitte 20 und Student. Wie kommt der an so ein Auto? Und wieso sieht er so schön aus? (Wieso trägt er einen schmal geschnittenen Wollmantel? Das macht mich doch total wahnsinnig. Warum war es so kalt? Sieht die Mütze auf meinem Kopf bescheuert aus?) Und dann fuhren wir zu ihm. Auf dem Weg gab es den üblichen Smalltalk „alles klar?…wie schön, dass es so spontan geklappt hat…blabla“

Seine Wohnung war ganz cool eingerichtet und zumindest da konnte man seinen Studentenstatus erkennen. Immerhin das. Er bot mir noch etwas zu trinken an und dann verschwanden wir in sein Zimmer bzw. ich sollte schon einmal vorgehen. Es gab nur ein Bett, kein Sofa, also machte ich es mir da schon einmal bequem bis er nachkam. Und dann auch direkt seinen Pullover auszog. Würde ja eh nur stören. Außerdem konnte ich so besser seine Arme sehen. Hallo? Wieso bist du nur so stark? Er hätte bestimmt meine Heizung entlüften können, als mir die Kraft dazu fehlte. Oder die letzte Colaflasche öffnen, die vorhin nicht aufging.

Auch ich streifte schon mal meinen Cardigan ab. Heute trug ich ein, joah, ein süßes Kleidchen würde ich sagen. Ich mache mir eigentlich nie wirklich viele Gedanken, wenn es um die Kleiderwahl geht, auch wenn ich sonst sehr auf meine Klamotten achte. Zumindest im Alltag. Bei reinen Sex-Dates verzichte ich aber bewusst auf meine nerdigen T-Shirts und die allerschicksten Sachen ziehe ich auch nicht an. Irgendwas neutrales wie Skinny Jeans und ein Jeanshemd oder ein schlichter Pulli sollten ausreichen und sind schnell ausgezogen. Aber meine Jeans waren schmutzig und das Kleid lag gerade oben, daher fiel die Wahl darauf. Ich bin aber eh mehr ein Kleidermädchen, daher fühle ich mich damit auch nicht overdressed.

Er setzte sich neben mich und ziemlich schnell küssten wir uns und zogen uns auch die restlichen Klamotten aus. Ich versuchte es zumindest, scheiterte aber – wie jedes Mal – an der Jeans, die statt eines Reißverschlusses Knöpfe besitzt. Als Gegenüber bekommt man die halt nicht ohne beschädigte Fingernägel auf! Ziemlich schnell waren wir beide sehr scharf. Ich blies ihm einen, er leckte und fingerte mich und wollte noch mehr, aber kein Kondom weit und breit. Er merkte, dass ich abblockte „willst du mit oder ohne Kondom?“ „mit“ … „Hast du eins dabei?“ … ein Lachen konnte ich mir nicht verkneifen und lief zu meiner Tasche. Zum Glück hatte ich vorsichtshalber noch eins eingepackt. „Na dann dreh dich doch mal um.“ Und das tat ich. Im Vergleich zum unkomplizierten Peter war ER dann doch nicht mehr so riesig, vielleicht kam es mir aber auch nur so vor, weil er sich mit der Vorbereitung sehr viel Zeit ließ und schon nach ein paar Stößen „scheiße, ich könnte jetzt schon kommen“ meinte. Es dauerte dann doch etwas länger, wenn auch nicht sehr lange. „Irgendwie passiert mir das immer nur bei dir“ (Ist das eigentlich ein Kompliment?) Störte mich in dem Moment aber nicht wirklich, weil ich wusste, dass er mich trotzdem zum Kommen bringen würde. Und natürlich behielt ich Recht.

Dann lagen wir noch ein wenig nebeneinander. „Erzähl doch mal was!“ Mit der Aufforderung kann ich nichts anfangen. Ich erzähl nicht mal eben irgendwas. Das find ich doof. Also durfte er erzählen und das wurde gar nicht mal so peinlich. Irgendwann habe ich mir dann die nächste Bahn rausgesucht, er brachte mich noch zum Bahnhof und wir verabschiedeten uns.

Update: Mr Samstagabend spricht bzw. schreibt doch gerne, was er so alles mag und das wird wohl ein spannendes nächstes Treffen ;)

9 Gedanken zu “Mr Heiß zum 3.

  1. Natürlich ist das ein Kompliment, wenn dir ein Kerl sagt, dass er bei dir schnell kommt – heißt soviel wie: „Es fühlt sich so gut an und du bist so heiß, dass ich mich nicht zurückhalten kann.“
    Was machst du eigentlich mit den Kerlen? ;)
    “Erzähl doch mal was!” – OH, JE. Genau das hat meine Ex-Freundin immer zu mir gesagt und ich wusste nicht was sie damit von mir wollte. Wollte sie von mir wissen, was ich gemacht habe bevor ich sie kennengelernt habe oder was gerade in meinen Kopf vorging?
    Zu verwirrend ….

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