Mr Kinderstimme

Die paar Wochen im fernen Osten sind vorbei, ich bin gebräunt und einigermaßen gut erholt. 32°C sind dann doch anstrengend, wenn man aus dem schneebedeckten Deutschland wegfliegt und da ich nicht unbedingt in einem Touristengebiet war, in dem man wie verständlich auf Europäer, US-Amerikaner oder Australier trifft, bin ich mit meiner wintergebleichten Haut dementsprechend aufgefallen und wurde permanent von kleinen Asiaten angestarrt. Meine Abenteuer beschränkten sich daher auch auf waghalsige Fahrten mit umgebauten Motorrädern, das Hochkraxeln an Wasserfällen oder darauf Früchte zu essen, die den vertrauenserweckenden Beinamen „Kotzfrucht“ tragen. Schließlich wollte ich nicht für irgendwen die Trophäe aus dem sonderbaren Europa sein und außerdem steh ich nicht auf kleine Männer. Mit meinen 1,67m war ich meistens immer die Größte im Raum. Komisches Gefühl.

Also verbrachte ich drei ruhige Wochen. Da ich aber noch eine Woche bei meinen Eltern bleiben wollte, um meine alten Freunde zu sehen, konnte ich nicht sofort zurück in meine Unistadt, wo ein paar alte und neue Typen bereits sehnsüchtig auf mich warteten. Aber vier Wochen sollten es dann doch nicht werden. Bieberboy hatte schon mehrfach angefragt, wann ich wieder in der Gegend wäre, aber auf ihn hatte ich keine Lust. Auf Taxiboy erst recht nicht, also musste wer neues her. Schnell änderte ich meinen Standort in sämtlichen Portalen und konnte schon bald eine engere Auswahl treffen. Die Entscheidung sollte dann zwischen einem niedlichen Typen Mitte 20 und einem jung gebliebenen und sportlichen Kerl Mitte 40 fallen. Ich hätte mich ja eigentlich für den Jüngeren entschieden, weil ja … ich bin nach wie vor sehr oberflächlich (auch wenn ich hart daran arbeite! Aber es ist halt was anderes, wenn man mit einem heißen Typen rummacht, der so schön ist, dass einem schwindelig wird oder eben nur mit einem Durchschnittstypen) und würde immer die süßen und heißen Studenten den erfahrenen Männern vorziehen. Aber der hier kam irgendwie nicht in die Gänge und ewig Zeit hatte ich nicht, also wurde es doch der Ältere. Ich machte was für später aus. Er wollte gerne in einen Swingerclub, aber da das mein erster Besuch gewesen wäre, wollte ich das nicht. Schließlich möchte ich mich dafür doch etwas mehr vorbereiten und auch lieber mit jemandem hingehen, den ich vorher zumindest einmal getroffen hatte. Er sollte mich dann also abholen und wir wollten dann zu ihm fahren. Kurz vorher hatte ich die Absage bereits eingetippt, aber dann doch nicht abgeschickt. Schließlich hatte ich jetzt nichts anderes mehr vor und das TV-Programm sah auch nicht so super aus.

Vom Wohnzimmerfenster aus konnte ich auf den Treffpunkt gucken. 5 min. vor vereinbartem Zeitpunkt war noch nichts zu sehen. Auch keine Nachricht, dass er nun unterwegs sei. Die Schuhe zog ich mir trotzdem schon mal an. Noch eine Minute. Immer noch nichts. Und dann fuhr überpünktlich das passende Auto vor. Da stand er nun. Und da stand ich nun kichernd im Wohnzimmer. Damit hatte ich irgendwie nicht gerechnet. Nun ja. Noch mal schnell den Onlinestatus checken … ja, war gerade online gekommen. Das war er also definitiv und wenig später dann auch eine Nachricht, dass er jetzt da sei. Naja, jetzt gab es kein zurück mehr. Jetzt musste ich da raus. Also Mantel und Schal rüber und ab geht’s.

Lässig lief ich zum Auto und öffnete die Tür. Er wollte mich dann ungeschickt auf dem Sitz umarmen, was nicht so gut geklappt hat. Und dann schaute ich ihn mir etwas näher an. Naja, so gut wie es eben im Auto möglich war. Dass er älter ist, konnte man na ja … erahnen. Er wirkte eher wie Mitte 30 als wie Mitte 40. Die Fahrt sollte 30 min. dauern. Das war mir ja schon ein wenig zu lang. Was sollten wir bloß so lange reden? Ich war schließlich nicht mehr in dem Bundesland, was für seine fröhlichen und kommunikativen Menschen bekannt ist. Naja, wir tauschten gelegentlich Smalltalk aus. Er fühlte sich wegen der Stille sichtlich unwohler als ich. Ich mag es halt, wenn man nicht ununterbrochen über belangloses spricht. Außerdem hatten der lange Flug und die endlosen Klimaanlagen meinem Hals nicht gerade gut getan, weswegen sprechen sehr anstrengend für mich war. Und dann sprach er über seine Exfreundin und über seine Kinder. Hallo? Nein. Das macht man nicht.

Endlich waren wir dann bei ihm. Er wohnte in einem schicken und modernen Haus mit vielen Zimmern. Drinnen hatte ich dann Gelegenheit mir ihn auch bei Licht näher anzugucken und ja… er erinnerte mich ein bisschen an Sheldon Cooper. Groß und schlacksig. Und wenn er versuchte verführerisch zu grinsen, dann kam das auch dem gezwungenen Lächeln von Sheldon gleich. Oder dem von Mr Burns, bei dem alle Kinder schreiend wegrennen. Ich musste mich immer unauffällig zur Seite drehen, um kurz zu lachen. Aber ja, das war echt gruselig.

Wir sind dann ins Wohnzimmer gegangen, setzten uns aufs Sofa, auf dem er dann meinte, dass er eigentlich voll schüchtern sei. In den Mails hatte ich das nicht erkannt, aber im Auto dann schon gemerkt. Toll, ich wollte doch was mit einem selbstbewussten und erfahrenen älteren Typen haben.

Und dann hat er sich zu mir gesetzt, mich angesehen und auf einmal in völlig unpassender Kinderstimme „du siehst voll süß aus!“ gesagt. Was ich mit Kinderstimme meine? Wenn man Kinder zwingt, einem anderen Kind oder einem Erwachsenen etwas Nettes zu sagen, dann gucken die beschämt zur Seite, drucksen herum, ziehen ihren Kopf nach unten und sagen „Ich finde dich voll nett“ mit einer merkwürdigen Betonung. Und genau das tat der 45-Jährige Mann vor mir gerade. Und dazu wieder sein „verführerisches“ Lächeln. Hilfe! Was sollte das bloß werden.

Und dann küssten wir uns und ich hatte wieder die Hoffnung, dass es gut werden könnte, denn das klappte gut zwischen uns.

Er befreite mich aus meiner Strumpfhose, ich zog ihm seine Hose und wir befriedigten uns gegenseitig oral. Ja hallo! Deswegen war ich also hier. Sofern er den Mund einfach hielt und mich nicht dämlich mit seinem Möchtegern-Schlafzimmerblick anschaute, war alles wirklich super. Er wusste mit seinen Fingern und vor allem mit der Zunge hervorragend umzugehen. Ein „du schmeckst voll gut“ in erneuter Kinderstimme musste ich mir aber trotzdem anhören. Gruselig!

Das vergaß ich dann aber sehr schnell, weil er mich dann fickte und endlich zahlte es sich richtig aus, dass ich mich mit einem fast 20 Jahre älteren Mann getroffen habe, denn auch das konnte er wirklich gut. Mal langsam und tief, mal schnell und hart und das alles in verschiedensten Positionen und sehr ausdauernd. Wir befanden uns noch immer auf dem Ledersofa im Wohnzimmer, an dem ich mit meiner Haut festklebte, wodurch ich ein wenig in meiner Bewegungsfreiheit beschränkt war, trotzdem dauerte es nicht lange und ich kam heftig.

Nach einem „das macht voll Spaß mit dir“ in, wie sollte es anders sein, erneuter Kinderstimme, suchten wir dann das Schlafzimmer auf. Auf dem Weg dahin meinte er, dass er auch noch eine Massagebank hätte und ob fragte, ob er mich massieren soll. Na, da sag ich doch nicht nein.

Normalerweise kann ich Massagen kaum genießen, weil ich so gut wie überall kitzelig bin, aber auch das konnte er gut. Schnell war er mit meinem Oberkörper fertig und widmete sich dann meinem Unterkörper. Er massierte meinen Po und tauchte dann ziemlich schnell mit seinen Fingern zwischen meinen Beinen ab und fingerte mich mit keine Ahnung wie vielen Fingern, aber es waren viele, hart und gut. Danach verschwand er, um sich ein Kondom zu holen und fickte mich erneut ausdauernd, hart, intensiv und wahnsinnig gut. Wir kamen fast gleichzeitig auf der doch etwas wackeligen Massagebank auf der mir so gut wie jedes Körperteil eingeschlafen war, aber das hatte sich gelohnt.

Danach gingen wir dann ins Schlafzimmer, wo er mich fragte, ob ich heute denn noch nach Hause wolle. Ich kam mit einer winzigen Tasche, ich hatte sicherlich nicht vor dort zu schlafen. Das nahm er etwas zu enttäuscht auf.

Wenig später begann er dann aber wieder an mir herumzufummeln und mich anschließend zu lecken. Wir bewegten uns in die 69er

-Stellung, um uns noch mal in Fahrt zu bringen, bevor er mich ein letztes Mal hart und ausgiebig bis zum Orgasmus fickte. Da ich nur kurze Zeit später einen Hustenanfall bekam, weil mein Hals durch das ständige Luft einsaugen doch ziemlich trocken war, war meine einzige Antwort auf sein „Was kann man dir noch Gutes tun?“: Hustenbonbons. Hatte er leider nicht, dafür aber Hustensaft. Dadurch kam dann aber langsam eine Aufbruchstimmung auf und ich konnte unauffällig ansprechen, dass ich jetzt gerne nach Hause möchte, sonst würde er wohl noch einschlafen und ich könnte gucken, wie ich die 30 km mitten in der Nacht Heim komme.

Er fuhr mich, erzählte von den Problemen seiner Exfreundin, ich hörte weg und dachte nur „falsch, ganz falsch“ und davon, dass wir bei einem nächsten Treffen ja in eine Disco gehen könnten. Ähm nein, da wo ich gerne hingehe, liegt der Altersdurchschnitt so 20 Jahre unter seinem. Dann erzählte er noch von seinen Swingercluberfahrungen und ja, das war dann doch mehr meins.

Ein nächstes Treffen soll es aber geben, denn abgesehen von der abturnenden Kinderstimme war das wirklich super.

4 Gedanken zu “Mr Kinderstimme

  1. Ah, was habe ich denn hier alles verpasst?
    Freut mich natürlich dass du deinen Teint aufbessern konntest.
    Es gibt fröhliche und kommunikative Menschen in Deutschland?
    Ach, Frauen mögen keine gruseligen Nerds im Bett? ;)

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s