der arrogante Münchener

Dieses ganze Zuhause besuchen ist ja ganz praktisch. Ich musste lediglich bis zur Haustür laufen. Aufregend war es aber irgendwie nicht. Gut, ich wusste teilweise nicht, wer mich erwartete aber in letzter Zeit hatte ich eigentlich nur noch Besuch von Typen, die ich eh schon einmal getroffen hatte. Ich wollte wieder was anderes Aufregendes. Und dann erinnerte ich mich zurück. Ja, ein kurzer Besuch beim Chef eines Büros hätte mal wieder was. Oder ein Hotelbesuch eines Geschäftsreisenden in meiner Stadt. DAS war aufregend. DAS wollte ich. Außerdem sehe ich mir doch so gerne Hotels an.

Aber wie sollte ich so jemanden finden? Keine Ahnung, schließlich fanden die anderen immer mich und so warf ich die Idee wieder über den Haufen. Und dann … irgendwann als ich meine Mails im Erotikportal checkte, las ich eine mit dem Betreff „Dienstreise“. Klang ja schon einmal viel versprechend. Und tatsächlich. Da war irgendein Geschäftsmann, der in der Nähe meiner Stadt ein Geschäftstermin hatte und mich für abends in sein Hotel einladen würde. Er war nur eine Nacht da, die er etwas aufregender gestalten wollte. Glück für ihn, dass ich mir das kurz vorher eh in den Kopf gesetzt hatte, sonst hätte ich sicherlich nicht zugestimmt.

Wir wechselten zu WhatsApp. Er kam irgendwo aus dem tiefsten Bayern, (okay eigentlich München, aber für mich, die komplett dialektfrei ist, klingt jeder Dialekt nach dem tiefsten irgendwas) war Ende 20 und wollte mit mir telefonieren. Okay. Ich verstand kaum ein Wort, aber nett klang er ja schon mal. Wir vereinbarten, dass er mich nach seinem Essen abholen würde und dann würden wir zu ihm fahren. Das Hotel war zwar direkt am Bahnhof, aber der war für mich eher schwer erreichbar und ich hatte wenig Lust für ein wenig Spaß ewig mit der Bahn unterwegs zu sein und zwischendurch auch noch umsteigen zu müssen.

Wir tauschten vorher natürlich Fotos aus. Er machte mir Komplimente, ihn fand ihn ganz ansprechend. Durchschnittlich groß, sportlich, blond und ja, man würde ihn allgemein als hübsch und attraktiv bezeichnen. Nicht wirklich ganz mein Fall, aber mir ging es ja auch um das Abenteuer im Hotelzimmer.

Am besagten Tag ließ ich mir viel Zeit, zog mir einen kurzen engen Rock mit hohen Schuhen an und mein ganzer Körper roch nach meiner Lieblingskörperbutter.

Dann die Nachricht, dass er da sei. Ich schrieb ihm, dass ich rauskommen würde und begegnete ihn dann direkt schon an der Treppe. Das hatte bisher keiner gemacht. Sonst warten immer alle im Auto, während ich doof herumstehe und gucke, in welchem Auto jetzt derjenige sitzt. Mit den hohen Schuhen war ich fast genau so groß wie er. Er begrüßte mich freundlich mit einem Küsschen links und rechts und führte mich dann zum Auto. Naja, was heißt führen. Er ging sehr schnell voraus. Ich hetzte hinterher. In hohen Schuhen kann man halt nicht so schnell laufen wie in Turnschuhen.

Die Fahrt über unterhielten wir uns über unsere bisherigen Erfahrungen. Er wollte etwas über meine letzten Abenteuer wissen und ich erzählte ihm von der Story auf dem Parkhaus, was ihn direkt scharf machte.

Er hatte eine etwas arrogante Art, die da noch nicht mal so sehr zum Vorschein kam. Vielleicht wisst ihr was ich meine: Diese leicht überhebliche Art, die junge, erfolgreiche und attraktive Menschen in der Großstadt manchmal so mit sich bringen. Finden sie, dass du da nicht reinpasst, wirst du von oben herab behandelt. Gehörst du in den Kreis der Auserwählten, dann sind sie nett zu dir.

Wir waren endlich am Hotel angekommen und mussten noch ein kurzes Stück zu Fuß gehen. Er lief voraus, ich hetzte hinterher. Auch als wir die Straße überquerten, machte er nicht mal Anstalten auf mich zu warten. Sind meine Ansprüche da zu hoch? Normalerweise bin ich es gewohnt, dass man sich meinem Tempo anpasst, egal wie aufgeregt die Typen sind. Denn mit 10cm unter den Füßen läuft es sich eben nicht so einfach. Und dann mussten wir auch noch Kopfsteinpflaster überqueren. Ich hoffte, dass ich mir jetzt nicht auch noch alle Beine brechen würde.

Endlich waren wir im Zimmer angekommen, das wirklich schön war. Hätte ich beim Anblick der Flure gar nicht erwartet. Er wollte vorher noch schnell unter die Dusche springen. Ich zog meinen Mantel und Schuhe aus und setzte mich auf das Bett. Er hatte nicht nur eine leicht arrogante, sondern auch eine sehr … hektische und ungeduldige Art. Bevor er im Bad verschwand, zog er mich noch an sich, schaute mich gierig an und küsste mich stürmisch. Ich sollte in seinen Schritt fassen, um zu fühlen, dass er bereits hart war, was er mit einem „du machst mich echt wahnsinnig!“ kommentierte.

Und dann ging er duschen. Mit einem Handtuch um den Hüften kam er zurück, zog mir meine restlichen Sachen aus und fing wieder an mich stürmisch zu küssen. Ui, das war aber ein gutes Duschgel. Das roch gut. „Was willst du jetzt machen?“, fragte er mich atemlos. „Du könntest mich lecken“. Schließlich hatte er das vorher noch so groß angekündigt. Und dann fing er an. Natürlich war er auch dabei sehr stürmisch und schnell hatte ich mehrere Finger in mir drin. Zwischendurch küsste er mich und irgendwann hielt er mir seinen Schwanz zum Blasen hin. Erstmal angucken. Oh, der war aber … breit. So sah das auf den Fotos gar nicht so aus. Kein Wunder, dass er mich direkt mit mehreren Fingern weiten wollte. Er zog ihn mir ziemlich schnell wieder aus dem Mund, leckte mich weiter und griff dann nach einem Kondom.

Hastig (komisches Wort, beschreibt die Situation aber am besten) drang er in mich ein. Mir blieb kurz die Luft weg. Gut, dass ich so feucht war und dass er schon etwas Vorarbeit geleistet hatte, weil wie gesagt, der war echt breit. Er fickte mich. Hart und stürmisch und kam wenig später auch schon. Das war kurz. Er leckte und fingerte mich dann weiter, bis ich auch kam. Und dann ja, dann keine Ahnung, was passiert war. Er lag neben mir und fummelte sich die ganze Zeit in den Haaren herum. Gehört wahrscheinlich auch noch zu den Leuten, die nicht still sitzen können.

Nachdem wir ein bisschen über das TV-Programm geredet hatten, er meinte, wie froh ich sein kann, dass ich am nächsten Tag frei habe und er ankündigte, dass er um 6 Uhr aufstehen müsse, dämmerte mir langsam, dass es das schon war. Und dann sagte er auch direkt: „Darf ich dich nach Hause fahren?“ So war also seine Vorstellung von einem aufregenden Abend im Hotel? Ich zog mich verwirrt an. Okay, die Fahrt zu mir dauerte 20min., bis er wieder zurück war, war es bereits nach 0Uhr. Aber das wusste er ja auch schon vorher.

Schweigend ließ ich mich also nach Hause fahren. Er versuchte weiterhin Smalltalk zu betreiben. Wollte wissen, wo ich feiern gehe, etwas über die Städte erfahren und blabla. Ich antwortete kurz und bot eigentlich kaum Gelegenheit für weitere Fragen. Das war mir hier doch alles zu doof. Endlich waren wir bei mir. Er ließ mich raus und wünschte mir eine gute Nacht.

13 Gedanken zu “der arrogante Münchener

  1. typisch Geschäftsmann der am Abend..mal kurz was ‚dazwischenschiebt‘ und möglichst nix dafür bezahlen will..die Type kenn ich:(

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  2. Wie sich so in dem lesen deines Blogges rausstelt, sind die meisten Männer unglaublich gut in versprechen machen und halten sich tatsächlich für die Größten, dahinter ist dann doch nix dabei. Hab auch schon x-mal gehört: was du kommst beim sex nicht? Baby eine Nacht mit mir und….. BLaaa

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