die Tantramassage Teil 1

Ich sitze im Zug zurück in meine Unistadt. Ich habe ein ganzes Abteil für mich. Fühlt sich ein bisschen an wie bei „Mord im Orientexpress“. Wenn sich gleich aber noch einer dazu setzen sollte, fühlt es sich eher an wie bei „Eurotrip“. Ich habe kein WLAN und auch kaum Handyempfang, deswegen werde ich euch jetzt mit einer Geschichte beglücken, die knapp zwei Jahre zurück liegt.

 

Ich stehe 30min. entfernt von meiner Unistadt am Bahnhof. Ich bin mit jemandem verabredet. Er lockte mich mit einer Tantramassage, die ich von einer Frau bekommen sollte. Die machte das beruflich. Die kannte sich aus. Die Gegenleistung? Er wollte einfach nur zuschauen und die Erotik fürs Auge genießen. Da ich so eine Massage noch nie hatte und die normalerweise über 100 Euro kostet, stimmte ich zu. Ich bin ja schließlich neugierig.

Wir hatten einen Treffpunkt vorm Kino ausgemacht. Er hatte mir zuvor ein Foto geschickt und deswegen erkannte ich ihn schon von weitem. Es war kalt, wir trugen dicke Jacken und machten uns schnell auf den Weg zum Massagestudio.

Mr Massage war Anfang 30, begrüßte mich direkt mit einer Umarmung und freute sich mich zu sehen. Ich fragte, ob er so was denn öfters machen würde. „Bei ihr war ich schon ein paar mal. Und weil sie das auch für Paare anbietet, hat sie mich gefragt, ob ich mal eine Frau mitbringen will. Du bist aber die Erste, mit der ich dahin gehe.“ Alles klar.

 

Wir kommen an einem unscheinbaren Gebäude an. Er klingelt. An der Türklingel steht nur ein esoterisch angehauchter Name. Von außen ist also nicht erkennbar, was drinnen stattfindet. Eine Frau öffnet und wir bleiben an einer Art Theke stehen. Der Vorraum sieht sehr klinisch und steril aus. Alles ist weiß und recht spärlich gestaltet. „Wir wollen zu Kosima“ sagt Mr Massage der Frau, die aus irgendeiner Tür guckt. „Ich rufe sie!“

 

Dann kommt Kosima uns entgegen. Mr Massage begrüßte sie freudestrahlend, sie freut sich uns zu sehen und fragt nach meinem Namen. Dann führt sie uns in ein angrenzendes Zimmer und nun wird mir klar, warum es im Vorraum keine Deko gibt. Die ist nämlich hier.  Das Zimmer ist in sehr warmen Tönen mit viel braun, orange und rot eingerichtet. An einer Garderobe hängen wir unsere Jacken auf. Daneben stehen zwei Stühle sowie ein kleiner Tisch mit Gläsern. „Möchtet ihr was trinken?“ fragt Kosima. Ich nehme ein Wasser, Mr Massage eine Cola. Links im Raum liegt ein großer Futon auf dem Boden. Drum herum sind Kissen platziert und mit Seidentüchern wurde ein Himmel über dem Bett geschaffen. Irgendwo plätschert ein kleiner Brunnen, sanfte Musik erfüllt leise den Raum.

 

Kosima bringt uns die Getränke. Wir nehmen einen Schluck, während sie den Ablauf erklärt. „Ihr könnt euch im Badezimmer frisch machen, wenn ihr wollt. Ich gehe dann so lang raus. Du Lucy kannst dich schon mal mit  dem Bauch aufs Futon legen. Du bekommst dann gleich eine schöne Tantramassage. Hast du das schon mal gemacht?“ Ich verneine. „Ich werde dich mit warmem Öl massieren. Erst deine Rückseite. Dann deine Vorderseite. Und wenn du willst, wird Mr Massage dann dazu kommen. Ich werde dich nur mit meinen Fingern und Händen berühren.“ Ich stimme zu, Kosima verlässt das Zimmer und zeigt mir das Bad. Ich entkleide mich, springe noch mal kurz unter die Dusche und komme mit einem Handtuch bekleidet in den Raum zurück, der nun ordentlich vorgeheizt wurde. Schließlich werden wir drei hier gleich alle nackt drin sein…

 

 

 

8 Gedanken zu “die Tantramassage Teil 1

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