Das 5 Minuten Date

Es ist einer dieser nervigen Freitage, wo man den ganzen Tag am Schreibtisch sitzt, um noch etwas fertig zu bekommen. Ich hätte locker noch zwei bis drei Stunden länger sitzen bleiben können, habe aber noch ein Date. Ein Date, auf das ich eigentlich keine Lust habe. Ich überlege, ob ich absage, aber Freitagabend ist mies. Vor allem so eine Stunde davor. Und außerdem hat er mindestens 40 Minuten Anfahrt. Das ist ja noch mieser. Das kann man nicht machen. Also raffe ich mich auf, lasse die Arbeit liegen und bereue es, als ich mir meine Jeansjacke schnappe und nach draußen gehe, denn es ist warm und ich fange sofort an zu schwitzen.

Wir wollen uns vor dem Wahrzeichen der Stadt treffen. Sein Vorschlag. Nicht meiner. Mir ist es da immer etwas zu voll und dann steht man blöd rum, ruft 100 mal an, weil man sich nicht finden kann, aber egal. Direkt darunter befindet sich die Tiefgarage, wo er wahrscheinlich parken will.

Ich komme an und 1000 Menschen stehen davor. Ich sehe ihn nicht. Aber die Arena ist fast down, also nehme ich sie ein. In der Zwischenzeit bekomme ich eine Nachricht. Er sitzt auf der Treppe und wartet. Ich gehe hin und finde ihn nicht. Wahrscheinlich ist er schon wieder aufgestanden und sucht nach mir. Ich sag ja. Dämlicher Treffpunkt.

Dann läuft ein Mann auf mich zu und ich denke: „Bitte nicht der!“ Ich hatte zwar Fotos, aber die waren schwarz-weiß und bestimmt auch schon zehn Jahre alt. Aber Freitagabend und so. Ich hatte eh nichts Besseres zu tun. Außer arbeiten und Eis essen gehen. Also doch.

 

„Bist du Lucy?“, fragt mich der Mann und ich nicke. Und sehe nicht glücklich aus. Verdammt. Der Mann auf dem Profilbild sah ganz anders aus. Der Mann vor mir ist ein 1,80m großer Lauch und ich weiß, dass das sinnlos ist. Das wird nichts. Aber kann ich einfach sagen: „Yo! Wird nichts. Geh weg!“? Nein. Kann ich nicht. Sagt man nicht, dass man mindestens eine Kaffeelänge bleiben sollte? Das sind nur 30min. Die kann ich ja wohl aufopfern.

Also frage ich, wo wir hingehen, will sofort loslaufen. Weg von den ganzen Touris, aber er ist sehr langsam. Beim Gehen und beim Reden. Das hasse ich. Sehr. Ich bin mit den Gilmore Girls aufgewachsen. Wenn ich rede, versteht mich nicht mal meine Mutter, weil es ihr zu schnell ist. (Und weil ich nicht so schreie wie ihre Landsleute).

„Du kennst dich hier besser aus. Schlag was vor!“, sagt er und ich schlage etwas vor. Kommentiere den ganzen Weg, erzähle, wo etwas frei sein könnte und wo es voll ist. Als wir in eine Straße abbiegen, höre ich ihn ganz langsam sagen: „Ja, genau. Dann gehen wir hier am besten rein“, während ich schon halb in der Straße bin. Ich verdrehe die Augen. Das geht nicht gut aus. Er nervt mich jetzt schon und ich habe keine Lust, dass mich Menschen sehen, die mich kennen und dann stehen bleiben und fragen, wer das ist. Ich überlege fieberhaft, wie ich ihn loswerden könnte. Ich überlege mir etwas. Von wegen niemandes Zeit verschwenden usw. aber noch nicht jetzt. Gleich vielleicht.

Er sagt nichts, murmelt immer nur sehr langsam etwas vor sich her und jedes Mal will ich mir etwas gegen den Kopf schlagen, weil ich das alles so furchtbar finde.

Als wir ungefähr zwei Minuten gelaufen sind, bleibt er stehen und sagt: „Ja genau. Hier können wir langgehen und hier können wir kurz stehen bleiben.“ Ich will schreien, dass ich doch eben schon gesagt habe, dass wir hier langgehen können, aber dann spricht er weiter. Langsam.

„Wir können uns hier auch verabschieden. Ich merke, dass du nicht so begeistert bist. Du bist eben auch von mir weggegangen. Es passt nicht. So gar nicht. Und das ist auch nicht schlimm.“ Ich atme erleichtert auf. Endlich mal etwas, was mich nicht aufregt. Wir verabschieden uns, wünschen uns alles Gute und gehen in getrennte Richtungen.

Ich hole meine Mitbewohnerin Zuhause ab und wir gehen zusammen Eis essen. So war der Freitagabend nicht ganz so verschwendet. Und für das nächste Mal merke ich mir: Scheiß auf die Anstandskaffeelänge.

Der Dreier – Teil 2

Was sollte ich denn jetzt tun? Ich blieb erstmal auf dem Sofa sitzen. Schließlich musste ich den Jodel noch lesen und versuchte gleichzeitig angestrengt zu hören, ob er alleine war oder nicht. „Ja … und das ist die Wohnung.“ „Schick …“ Okay. Er war nicht alleine. Verdammt! Damit hätte ich jetzt wirklich nicht gerechnet. Der Fremde kam den langen Flur entlang (die Wohnung war wirklich riesig. Und schick) und blieb dann vor dem Sofa stehen, auf dem ich saß.

 

Er guckte mich an. Ich guckte ihn. Er hatte einen extremen Sonnenbrand. Aber nun gut. Ansonsten sah er gut aus. Wirklich gut. Habe ich gut ausgewählt. Er sah mich jetzt zum ersten Mal und ich war überhaupt nicht sicher, ob er mich denn auch gut finden würde. Vielleicht hielt er das ja auch alles für einen Scherz so wie ich. Vielleicht würde er ja auch gleich sagen, dass er sich das doch anders überlegt hätte, weil er sich wen anderes vorgestellt hat und würde wieder gehen. Wer weiß.

 

Aber dann sagte er mir seinen Namen, den ich sofort wieder vergaß. Ich sagte ihm meinen, den er bestimmt auch sofort wieder vergaß und dann fragte er (nennen wir ihn einfachhaltshalber mal Mr. Riese. Denn er ist groß. Extrem groß. Bestimmt über 2m), ob Mr. Sonnenbrand etwas trinken möchte. Ja, wollte er. Und dann standen die da so an der Küchenzeile und ich saß auf dem Sofa davor. Und das war komisch. Die Beiden unterhielten sich kurz über die Wohnung und wie schick die doch war. Wie damals immer, wenn Väter auf andere Väter treffen als sie einen vom Spielen abgeholt haben und dann erstmal über Autos oder das Wetter gesprochen haben. Sehr komisch. Ich habe mir noch überlegt, ob ich den Jodel jetzt zu Ende lesen könnte, bis Mr. Sonnenbrand mich dann doch direkt angesprochen hat.

 

Und dann haben wir kurz geredet, bis ihm aufgefallen ist, dass ich ja so weit weg sitze. „Ihr habt euch dahin gestellt. Das war ich nicht.“ „Ja, stimmt.“ Und dann hat sich Mr. Sonnenbrand neben mich auf das Sofa gesetzt. Und er hatte wirklich sehr starken Sonnenbrand im Gesicht. Bestimmt war das auch total warm, wenn man da drauf fassen würde. Und dann setzte sich Mr. Riese auch und ich rutschte in die Mitte. Und wieder unterhielten sich die Beiden über Autos oder Raketen oder über das Baum schubsen bis Mr. Sonnenbrand bemerkte, dass ich da nicht mit reden konnte. „Jetzt unterhalten wir Beide uns nur, dabei bist du doch heute Abend im Mittelpunkt.“ Äh ja? War das so? „Was hast du dir denn vorgestellt?“ „Eigentlich gar nichts.“ „Also ich komme hier her und dann … ?“ „Ich habe bis zu dem Moment gedacht als du zur Tür rein bist. Weiter habe ich mir das nicht vorgestellt.“ Und so war das ja auch. Ich hatte nie damit gerechnet, dass das tatsächlich irgendjemand Ernst nehmen würde. WIRKLICH NICHT! Aber jetzt saß ich da halt auf dem Sofa. Jetzt musste ich ja mitmachen.

Der Dreier – Teil 1

Wir schreiben das Jahr 2018. Ich erhalte eine Nachricht von einem Bekannten. „Bin demnächst mal wieder in der Stadt. Hast du Lust mich zu treffen?“ Ich kann ihn nicht direkt zuordnen, weil das letzte Treffen bereits über ein halbes Jahr her ist, aber bei dem Wort „Sushi“ fällt der Groschen. Ich frage, was ihm so vorschwebt. „Wir könnten in einen Swingerclub gehen.“ Puh … Swingerclubs und ich sind jetzt ja nicht so die größten Freunde. „Oder wir könnten mehrere Männer einladen. Für dich. Ich weiß ja, dass du erstmal keine weiteren Frauen willst.“ Stimmt. „Wohin einladen?“ „Ich organisier da schon was.“ „Und wo willst du die auftreiben?“ „Ich schalte eine Anzeige.“ „Okay. Mach mal.“

 

Er schaltete also eine Anzeige. Ich gab ihm eine Altersgrenze vor (25-38) und er verlangte von den „Bewerbern“ normale Fotos, die er mir weiterleitete. In den nächsten Tagen hatte er um die 1000 Mails und ich um die 50. Die richtigen Idioten, die Sachen wie „ich kann es die ganze Nacht tun. Das wird sie auf keinen Fall bereuen“ schrieben, sortierte er direkt aus. Die Fotos von alten Männern schickte er mir als Scherz trotzdem. Genau so die Fragen, wo sie mir denn überall hinspritzen könnte, ob ich auch kniehohe Lackstiefel dabei tragen könnte und ob sie das Ganze filmen könnten. Denen durfte er dann auch direkt eine Absage schicken.

 

Es blieben genau zwei Männer. „Bei den beiden hatte ich auch ein gutes Bauchgefühl.“ Ich kannte nur die Fotos. Sie kannten kein Foto von mir. Ich war mir eigentlich auch ziemlich sicher, dass sie entweder in letzter Sekunde abspringen würden oder gar nicht erst auftauchen.

Aber er blieb zuversichtlich. Da er sowieso irgendwo übernachten musste, mietete er sich in eine recht große und schicke Airbnb Wohnung ein. Er holte mich gegen 21 Uhr Zuhause ab, ich hatte genügend Zeit, um die Wohnung zu inspizieren (wirklich schick!) und gegen 22 Uhr hatte er die Männer vor die Tür bestellt.

 

Tatsächlich sagte einer kurz vorher ab. Der andere bestätigte noch mal, dass er kommen wollte. Kurz vor 22 Uhr ging er nach unten, um den Fremden in Empfang zu nehmen und verabschiedete sich mit „Mal sehen, ob jemand kommt!“ von mir. Ich dachte immer noch nicht daran, dass er gleich mit wem nach oben kommen würde und widmete mich den Jodeln aus der Nähe. „Er ist jetzt unterwegs und kommt in ein paar Minuten. Ich warte so lange hier unten“, las ich dann in der Nachrichten-Vorschau.

Hui … wurde das hier also langsam ernst?

 

Ich las gerade einen spannenden Jodel von irgendeiner 21-Jährigen Lisa, die ihren ersten ONS bereute als die Tür aufging …

„Findest du das eklig?“

Aus irgendeinem Grund ließ ich mich auf ein zweites Date mit dem letzten JC Typen ein. Er schrieb mir zwar nicht regelmäßig, aber dafür beständig. Wir hatten uns auch schon viel früher verabredet und zwar bei mir, aber dann kamen meine Tage dazwischen. Danach war ich für ein paar Wochen nicht da und dann hatte ich einfach keine Lust. Nachdem ich das letzte Mal nicht auf sein Selfie reagierte (wozu auch?!) dachte ich eigentlich, dass sein Interesse inzwischen verflogen sei. Aber nein. Wieder fragte er. Wieder hatte ich meine Tage. „Egal, wir können ja auch was anderes machen.“ Okay. Das Wetter war schön. Da könnte man ja mal am Fluss spazieren gehen oder sich in die Sonne legen.

 

Weil Vater- und Muttertag unmittelbar bevor standen, schleppte ich vorher noch ein schweres Paket zur Post und stand ca. 20 min. lang in der viel zu heißen Filiale. Ich verspätete mich also, teilte ihm meinen Standort mit und bekam irgendwann einen Anruf, dass er mich nicht finden könnte. Als ich seine Stimme hörte, hatte ich schon keine Lust mehr. Als er mir dann auf dem Fahrrad entgegen wackelte, wollte ich direkt die Flucht ergreifen. War der letztes Mal auch schon so … gammelig? Er trug ein ausgeleiertes T-Shirt, eine noch ausgeleierte kurze Hose aus Jogginghosenstoff und seine Schuhe waren extrem schmutzig. Dagegen kam ich mir in meinem schwarzen Kleid total overdressed vor.

 

Und dann liefen wir los und ich bedauerte, dass ich keine Kleidtaschen hatte, in denen ich mein Handy verstecken konnte, um nebenbei Pokémon zu spielen. Dann wäre das vielleicht nicht so eine große Zeitverschwendung gewesen. Aber zumindest eine Höflichkeitsstunde konnte ich ja für ihn aufbringen. Schließlich quetschte er mich auch höflicherweise zwischen Mittag- und Abendsport. Er erzählte irgendwas. Von seinen letzten Dates mit irgendwelchen „girls“, aber die liefen nicht so. Die waren furchtbar anstrengend, weil die nichts zum Gespräch beigetragen hatten. Ich gerade auch nicht, weil ich mir kaum Mühe gab. Wieso fand er das nicht mit mir anstrengend?

 

Er drängte mich immer runter vom Gehweg, so dass ich auf dem unbequemen Schotterweg laufen musste. Wahrscheinlich wollte er, dass ich ganz dicht neben ihm ging, um irgendwann unbemerkt meine Hand nehmen zu können. Aber nein. Stattdessen lief ich immer nur unbemerkt gegen seine Arme, die furchtbar kratzten, weil er die wegen seiner Tattoos rasierte und da waren jetzt Stoppel.

Irgendwann erreichten wir einen Park und meine Füße taten weh und ich wollte nicht weiter laufen. Also setzten wir uns auf eine Bank. Und dann plauderte er weiter, erzählte irgendwas von irgendwelchen Bands und DJs, die ich nicht kannte und sagte dann den schlimmsten Satz, den man wohl sagen kann: „Erzähl mal was!“ Ich wollte am liebsten aufstehen und gehen. Stattdessen trank ich was. Und dann fiel ihm auf, dass es schon spät war und er ja bald zum Sport müsste. Zum Glück.

 

Wir liefen los. Er erzählte weiter aus seinem Leben. Dass er jetzt wieder Sport treiben würde und auf Süßigkeiten und Koffein verzichtet usw. Weil er auf seine Gesundheit achtet? Nein, weil er damit wahnsinnig viel Geld im Monat spart und momentan ja so wenig reinkommt. Und dann erzählte er weiter, was so alles schief läuft bei ihm momentan und keine Ahnung. Es ist nicht sexy, wenn mir ein Mann, den ich kaum kenne, erzählt bzw. prahlt, wie viele 10k er im Monat macht. Aber wenn mir jemand beim zweiten Date erzählt, wie wenig er gerade macht, dann ist das auch nicht sexy. Überhaupt ist Geld kein Thema, was man so früh anschneiden sollte.

 

Und dann … ja dann holte er tief Luft und zog seine Rotze von ganz unten hoch und spuckte sie weg. Schockiert schrie ich „iiih!“. Wieso? Wozu? Was soll das? Ich beschleunigte meinen Gang. Er kam kaum hinterher. „Findest du das eklig?“ „Jaa!“ „Wieso?“ „Weil das eklig ist.“ „Sowie Sperma?“ Wo kommt das auf einmal her? „Findest du Sperma auch eklig?“ Ich lief noch schneller. „Und? Findest du?“ „Jaa…“ „Und Muschisaft?“ Hilfe? Ich lief noch schneller. „Wieso läufst du so schnell? Ich komme kaum hinterher.“ „Vielleicht weil ich ganz schnell von dir wegkommen will.“ Und dann blieb er stehen und schaute sich die Stelle unten am Fluss an und kam wenig später zu mir angerannt. „Da unten ist eine super Stelle für Outdoorsex.“ Ja, aber die werde ich mit dir niemals ausprobieren.

 

Und dann entdeckte ich endlich die rettende Treppe, die mich zur Straße führen würde. Knapp einen Kilometer zu früh, aber egal. Ich wusste ja, dass er noch weiter musste, weil da sein Fahrrad stand. „Also ich muss jetzt da hoch!“ Fand er zum Glück gar nicht seltsam und wollte mich umarmen und dass ich meine Arme auch um ihn lege. Aber nein. Ich verabschiedete mich knapp, reagierte nur mit einem „jaja“ als er meinte, dass ich mich melden soll und nahm dann die Arena oben auf der Treppe ein. Diese Stunden sollten ja nicht komplett in einer Katastrophe enden.

Das erste Mal im Swingerclub Teil 2

Dann kam mein Begleiter wieder und wir wollten einen Raum ausprobieren. Der Beobachter lief uns hinterher. „Soll ich euch Gesellschaft leisten?“ Ich konnte meinen Mund noch nicht mal zu einem „joah …“ formen, da rief mein Begleiter auch schon „jetzt noch nicht!“ und während er die Tür schloss, rief ich noch ein „aber später!“ hinterher. So schlecht war der dann doch nicht und das hätte bestimmt spannend werden können.

Aber jetzt probierten wir zu zweit die Geräte aus. Die erste Runde war recht schnell vorbei, immer wieder klopften Leute an die Tür, wollten reinkommen und so beschloss ich, dass wir woanders hingehen könnten.

 

Also liefen wir zurück an die Bar. Inzwischen war es etwas voller. Ca. vier andere Paare waren noch da. Sogar zwei Solofrauen. Allerdings wahrscheinlich um die 50. Mit unvorteilhaften Kleidern, die ihre komischen Figuren nur noch komischer machten. Die viel zu hohen Schuhe trugen da ebenfalls zu bei. Die anderen Frauen waren um die 40. Mit sehr schönen Figuren in sehr schönen Kleidern oder Dessous.

Und die Männer. Naja. Die waren immer noch alt. Jetzt war sogar nicht mal mehr der Beobachter da.

 

Also liefen wir nach oben. Und dort standen überall Menschen und haben beobachtet. Eine Frau ließ sich gerade im Orgienraum ordentlich durchnehmen. Aber der war voll. Und als ich mich davor stellte, blickten mich plötzlich mehrere nackte, alte Schwänze an. Bah. Schnell weg da. Der andere Raum war etwas leerer. Dort war ebenfalls ein Paar. Und der Beobachter. Die wollten also Gesellschaft haben. Ich schaute eine Weile zu. Mein Begleiter fing an zu fummeln und direkt standen drei weitere Männer hinter uns. Aber ich hatte gerade keine Lust. Ich musste doch beobachten. Also stellte ich mich auf die andere Seite. Und mein Begleiter verschwand. Wollte im Orgienraum zugucken. Und dann war ich da alleine. Gruselig.

 

Aber ich hatte ja eine Mission. Beobachten. Also ging ich wieder näher. Und direkt wurde mir ein Platz angeboten neben irgendeinem Mann. Und dann saß ich da und habe zugeguckt. Die Frau hatte den Schwanz von ihrem Partner im Mund, während der Beobachter sie geleckt hat. Man konnte nur ein leises Wimmern und Stöhnen wahrnehmen. Und überall waren Männer. Der Mann neben mir versuchte mich immer wieder zu berühren, aber ich wollte nicht und bin weiter weggerutscht und dann hat er es auch sein lassen.

Und dann. Auftritt mein Begleiter. Ich saß da und hatte die perfekte Sicht und er stellt sich direkt vor mich. Und ich konnte gar nichts mehr sehen. Er stellte sich auch komplett vor alle anderen und dann bin ich gegangen, weil ich ihn ab da doof fand. Außerdem konnte ich den Schwanz des Beobachters nicht mehr sehen. Wie sollte ich denn jetzt herausfinden, ob sich das lohnen würde oder nicht?

 

Also bin ich wieder in den Orgienraum gegangen und zog eine Schar Männer hinter mir her. Gut fürs Selbstbewusstsein ist so ein Swingerclub Besuch als halbwegs attraktive Frau ja schon. Blöderweise interessierte mich keiner davon. Und dann stand ich im Orgienraum und schauter einer 40-jährigen operierten Barbie mit Solariumslederhaut dabei zu wie sie von zwei Männern gleichzeitig genommen wurde und dabei Pornogeschrei von sich ließ. Direkt wurde mir der Platz in der ersten Reihe angeboten. „Ich habe schon geguckt. Jetzt darfst du!“ So freundlich von dir, Opa. Aber dann war die Show vorbei und ich ging wieder als die Frau alle Männer nacheinander begutachtete und immer wieder ein „mhh ja geil“ murmelte. Ich wollte ihr ja keinen wegnehmen, der mich eh nicht interessierte. Und erblickte den zweitjüngsten Gast des Abends. Puh…der war aber attraktiv. Wir schauten uns an. Er lächelte. Ich lächelte. Und dann ging er weiter. Hmm. Okay. Also lief ich zurück in den anderen Raum. Mein Begleiter teilte mir mit, dass er mal eben duschen gehen würde. Also lief ich an die Bar und bestellte mir etwas zu trinken.

 

Ich setzte gerade mein Glas an, da sprach mich jemand an. Uh. Den hatte ich noch gar nicht gesehen. Wahrscheinlich der drittjüngste Gast hier. Er war groß und stark. Wahrscheinlich waren seine Arme steinhart, wenn ich die jetzt anfassen würde. Wir plauderten ein wenig. Er erzählte mir, dass es sein erster Besuch hier sei und noch nicht so genau weiß, wie er das hier finden würde. Jaja, ich auch nicht. Mein Begleiter kam und verzog sich direkt wieder als er sah, dass ich im Gespräch war. Brav.

„Wollen wir nach oben gehen?“ Ach, so schnell geht das? Naja, ja. Wieso eigentlich nicht. Also stimmte ich zu. Ich lief vor. Hinter mir Herkules. Und dahinter meine Jünger. Die wurde ich wohl nicht mehr los…

 

(Fortsetzung folgt)

Der erste Swingerclub Besuch Teil 1

Schon lange wollte ich mal einen Swingerclub besuchen. Aber in letzter Zeit hat das nie wirklich geklappt. Der einzige Club in der Nähe meiner Unistadt wurde damals ja von Mr Bierschwanz getestet und für nicht empfehlenswert empfunden. Also ersparten wir uns einen Besuch. Die Nächsten waren mit dem Auto fast mehrere Stunden entfernt. Zumindest die Guten. Und die mit einer Altersgrenze. Also nach oben. Denn 60-Jährigen beim Sex zugucken, wollte ich nun nicht.

Ein anderer war noch in der Nähe, aber da lag der Eintritt immer im dreistelligen Bereich und für einen „ich-will-nur-mal-gucken“-Besuch war das dann doch etwas zu viel.

Also verzichtete ich immer. Bis heute. Gerade bin ich nämlich in meiner alten Heimatstadt und hier gibt es tatsächlich einen Club in der Nähe. Einer, der nicht nur schön und sauber sein soll, sondern auch gut besucht. Und unter der Woche war der Eintritt für Paare auch recht günstig.

Also fragte ich einen alten Bekannten und der war natürlich einverstanden und wollte mich begleiten. Ich entschied mich bewusst für einen, bei dem ich keine Angst haben musste, dass er mittendrin einfach verschwinden würde. Denn auch hier lag der Club mitten im nirgendwo und irgendwie musste ich ja nach Hause kommen. Irgendwie wäre es dann sicherlich auch schon möglich gewesen, aber sicher ist sicher. Und außerdem war das bequemer. Und einfacher.

 

Natürlich kam die Idee spontan und so hatte ich eigentlich gar keine passenden Klamotten dabei. Wenn ich meinen kompletten Kleiderschrank gehabt hätte, wäre die Wahl wohl auf einen Spitzenbody oder Strapstop gefallen mit den passenden Strümpfen und offenen Schuhen. Hier hatte ich Glück, dass ich in meinem Koffer immerhin zueinander passende Unterwäsche fand. Und ein schwarzes, enges, kurzes Kleid. Offene Schuhe fand ich nicht. Aber immerhin schwarze Stiefeletten. Das sollte reichen.

Der Dresscode schien eh nicht so streng zu sein wie in den Clubs in meiner Unistadt bzw. in der Nähe davon.

 

Mein Bekannter holte mich also ab und zusammen fuhren wir die paar Minuten zu dem Club. Der Parkplatz war gut gefüllt und die Aufregung stieg. Wir liefen den kurzen Weg zum Eingang und er klingelte. Er kannte sich bereits etwas aus, da er schon ein paar Mal dort war. Er bezahlte den Eintritt, wir erhielten einen Schlüssel und zogen uns in der Umkleidekabine um bzw. aus.

 

Und dann ging es los …

 

Ich würde mich jetzt nicht als kompletten Neuling einstufen. Immerhin hatte ich schon einiges darüber gelesen, Berichte gesehen und durch den Besuch mehrerer Pornokinos wusste ich ungefähr, was mich erwarten würde. Deswegen war ich auch nicht schockiert als ich den ersten nackten Mann entdeckte. Allerdings war der um die 50. Daher war das nicht so schön. Wir drehten die erste Runde. Er zeigte mir die Bar, die Toiletten, die Duschen, den Whirlpool und die ersten Paarräume. Es gab auch ein Obergeschoss, in dem die Spielwiesen waren. Auch ein Außenbereich mit Pool und Sauna war vorhanden.

 

Und überall waren natürlich Menschen. Und natürlich war ich mal wieder mit Abstand die Jüngste. Wirklich mit großem Abstand. Und dann kam mein Begleiter. Wir liefen also noch ein paar Runden bevor wir uns dann an die Bar setzten. „Ich muss beobachten.“ Und dann ließ man mich beobachten. Mich beobachtete derzeit ein Mann. Im schummrigen Licht sah er aus wie vielleicht Anfang 40. Beim näheren Hingucken war er dann doch Ende 40. Also beobachtete ich weiter.

Beobachtete ein Paar auf dem Sofa, die einen anderen Mann fragten, ob sie mit ihm nach oben gehen möchten. Beobachtete all die alten Männer, die sich unauffällig in meiner Nähe aufhielten. Beobachtete den Beobachter, der mich einfach nur beobachtete, aber nicht mal näher kam. Nicht mal, als ich da alleine saß, weil mein Begleiter gerade duschen ging. Ja, nicht mal als ich ihn dann sogar auch beobachtete.

 

Alleine sitzen konnte ich da übrigens ganz gut. Damals im Pornokino hatte ich ja schon Angst als Mr Aufregend nur eine Sekunde nach mir aus der Toilette kam, aber hier ging das. Wenn ich die alten Männer nicht anguckte, dann näherten sie sich auch nicht…

 

(Fortsetzung folgt)

Keine Krämpfe und wuschig. Ein Soft-Tampons Testbericht

„Ernsthaft. Die ist doch auch echt voll hässlich, oder nicht?!“ Es ist Donnerstagabend. Meine Mitbewohnerin regt sich über die „Määädchen“ bei GNTM auf und ich frage mich, wann die wöchentliche Nachricht von Mr Glühwein kommt. Keine fünf Minuten später blinkt mein Handy auf. Ein „Aloha!“ von Mr Glühwein. Gruselig. Wir schreiben und er will wissen, wie es um meine Wuschigkeit steht. Wie immer. Etwas mehr, weil ich gerade meine Tage habe und da gibt es eigentlich nur zwei Zustände: Krämpfe und nicht wuschig oder keine Krämpfe und wuschig. Und gerade war Zweites der Fall. „Sollten wir das nicht ändern?“, fragte er. Keine Ahnung. Sollten wir? Mr Glühwein hat ein schlimmes Bluttrauma (ich werde es nicht weiter ausführen, weil es sehr eklig ist) und ich hatte auch nicht unbedingt Lust mein frisch bezogenes Bett einzusauen, erinnerte mich aber an die Soft Tampons in meinem Schrank. Die hatte ich mir irgendwann mal für den Notfall gekauft. Und das war doch jetzt ein Notfall, oder?

 

Also stimmte ich zu, wartete bis Heidi wen aus der Show schmiss, verabschiedete meine Mitbewohnerin und rannte ins Bad. Da schaute ich mir die Teile mal genauer an:
Ich habe die Soft Tampons Mini der Marke JoyDivision (keine Anzeige. Alles selbst gekauft) benutzt. Das sind kleine herzförmige Schwämmchen in rosa. Mir kamen sie beim auspacken schon etwas groß vor. Wie sollte man die denn ganz tief rein schieben können? Und das war also die Mini Variante? Hmm. Das Material ist dem von Putzschwämmen sehr ähnlich. Also eher großporig und nicht so fest wie zb ein Beautyblender. Der Packung liegt auch ein kleines Tütchen Gleitgel bei, was das einführen erleichtern soll. Aber man kann sie auch mit Wasser anfeuchten, gut wieder auswringen und dann nutzen. Die Herzform soll dafür sorgen, dass sie nicht nur gut sitzen, sondern sich auch gut einführen lassen. Dafür drückt man die runden Enden zusammen und führt dann die Spitze ein. Die Kuhle dient dann dazu, dass der Finger dort drauf liegen und drücken kann.

 

Okay. Das klingt nicht schwer. War es aber. In der Hocke soll es am einfachsten funktionieren, aber bei mir rutschen in der Hocke selbst Tampons in die falsche Richtung und sitzen dann nicht gut. Daher habe ich verschiedene Positionen ausprobiert (auch im Liegen) und habe am Ende überlegt, ob ich noch irgendwas hinterher schieben soll, damit der auch wirklich sehr tief sitzt, habe mich dann aber aus Zeitgründen dagegen entschieden. Ich habe dann auch noch den Finger-Test gemacht, um zu gucken, ob man den erfühlen könnte. Ja, kann man. Selbst mit meinen kurzen Fingern konnte ich merken, dass da was ist. Mr Glühwein hat ungefähr doppelt so lange Finger. Um also jegliche Irritationen und Verwunderung zu vermeiden, beschloss ich, dass heute nicht gefingert wird. Ein in Kondom eingehüllter Schwanz sollte nämlich keinen Unterschied bemerken können, habe ich mir sagen lassen.

 

Irgendwann leuchtet mein Handy erneut auf, weil Mr Glühwein nun vor der Tür steht. Er trägt jetzt einen Ring in der Nase statt dem kleinen Popelstecker und es sieht immer noch doof aus, aber ich habe mich inzwischen dran gewöhnt. Zielstrebig läuft er in mein Zimmer und hat mein Gesicht schon in den Händen, bevor er auch nur seine Jacke ausgezogen hat. Er würdigt meiner wunderschönen Eishose nicht mal einen kurzen Blick, weil er die sofort runter zieht und mich direkt fingern will. Ich drücke ihn weg und setze mich stattdessen aufs Bett. Er kommt direkt hinterher, bewundert meinen Slip, der noch schöner als meine Eishose ist und zieht meine Beine auseinander. Vielleicht bin ich durch die Rasur noch total gereizt, vielleicht ist der Schwamm Schuld, vielleicht tut mein Körper auch nur so aber so bald er versucht mit einem Finger in mich einzudringen, zucke ich zusammen. Vielleicht hat er aber auch eine scharfe Kante am Nagel. Auf jeden Fall tut es weh. „Hmm…dann müssen wir wohl was anderes machen.“ Und schon drückt er mir meine Beine wieder zusammen, um anschließend meinen Slip auszuziehen und mich dann zu lecken. Ja, das ist deutlich besser.

 

Ich bin aus irgendeinem Grund vollkommen überreizt als er mich zusätzlich noch etwas fingert und komme recht schnell. Danach geht gar nichts mehr. „Du hast mich kaputt gemacht!“ Er gewährt mir eine kurze Verschnaufpause, jammert dann, dass er nicht an mir rumspielen darf und dass ich dafür dann doch an ihm rumspielen soll. Also tu ich ihm den Gefallen, nehme seinen harten Schwanz in die Hand und knie mich kurze Zeit später vor ihn, damit er nicht gleichzeitig an mir spielen kann, was er mit einem genervten Seufzer kommentiert. Zumindest so lange bis er bemerkt, dass er jetzt einen geblasen bekommt. Bis mir die Hand einschläft und ich mich umsetze. Er versucht sie wach zu schütteln. Klappt nicht. „Du hast mich zerstört.“ „Schade, dabei würde ich dich jetzt so gern ficken.“ „Das geht!“

 

Und dann machte er das und ich hatte Angst, dass der Soft Tampon irgendwann aus meiner Nase wieder rauskommen würde, weil der Schwanz von Mr Glühwein schon sehr lang ist. Aber scheinbar merkte er nichts, machte unbeirrt weiter bis wir gleichzeitig kamen.

„Was war los mit dir heute?“ „Nichts, wieso?“ „Du warst so überreizt. Ich fands gut. So ist das nicht. Aber es war trotzdem anders. Gut anders.“ Er konnte sich ja auch nur auf den Kitzler konzentrieren und nicht tief fingern. Da passiert das schon mal.

 

Und dann stand mir der Klogang bevor. Jetzt fing das große Puhlen an. Per Jodel hatte ich vorher schon mal gefragt, ob andere damit Erfahrungen gemacht hatten. Und dass der am Ende nur sehr schwer wieder zu entfernen ist, war die häufigste Aussage. Ein paar mussten dafür auch zum Frauenarzt gehen, weil sie es allein nicht schafften. Puh. Also lief ich ins Bad. Man sollte dafür am besten in die Hocke gehen und dann … puhlen. Ich konnte ihn noch fühlen. Zum Glück. Aber ich konnte ihn kaum greifen. Eigentlich sollte es eine Lasche geben in die man seinen Finger stecken kann, um den Tampon dann einfacher rausziehen zu können, aber irgendwie fand ich die Lasche nicht oder sie war auf der anderen Seite. Ich puhlte weiter. Versuchte es mit Pressen. Überlegte, ob eine Pinzette eine gute Idee wäre. Überlegte, ob ich Mr Glühwein fragen sollte. War kurz davor Panik zu bekommen und versuchte es dann noch mal. Dieses Mal konnte ich ihn besser greifen, aber weil der Daumen nun mal recht kurz ist und Zeige- und Mittelfinger keine so gute Greifzange ergeben, war das recht schwierig. Aber ich versuchte es weiter. Und nach ca. fünf langen Minuten und Bangen (die Schwammspitze hätte ja auch einfach abreißen können) war er dann endlich draußen. Zum Glück waren meine Nägel relativ kurz. Kaum auszumalen wie Frauen das mit künstlichen spitzen Nägeln hinbekommen sollen.

 

Fazit: Nein. Das mache ich nicht noch mal.